Kadmiumfreie Schokolade

Kadmiumfreie Schokolade bzw. die Kadmiumbelastung in Schokolade ist ein Problem natürlichen Ursprungs. Während die Masse des Kakaos zu "Konsumkakao bzw. Supermarktschokolade" verarbeitet wird und vorwiegend aus der Elfenbeinküste und Ghana stammt, kommt der "Edelkakao" überwiegend aus Südamerika. Edelkakao ist eine Begriffsbestimmung für eine Kakaosorte von sehr hochwertigem Aroma und Qualität. Diese wachsen nur in bestimmten Ländern, definiert im internationalen Kakaoabkommen. Konsumkakao aus Afrika ist von Kadmium wenig bis gar nicht betroffen, während es im Edelkakao aus Ländern wie Mexiko, Bolivien, Honduras Ecuador und Papua-Neuguinea, wie auch auf den Karibischen Inseln natürlich vorkommt.

"Grund dafür ist vulkanisches Gestein, und das ist die Ursache fürs Kadmium, weil Vulkangestein viel Kadmium hat, und die Kakaobohne, die auf solchem Gestein wächst", so Ursula Blum vom Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt in Fellbach. Eine Rolle spielt zudem, wie viel Ton und organisches Material ein Boden enthält. "Dieses wiederum bindet Kadmium. So ist es für die Pflanzen nicht mehr gut verfügbar."

Durch regelmäßigen Konsum von Bitterschokolade (mit hohem Kakaoanteil) könnten Konsumenten über Jahre beachtliche Mengen Kadmium zu sich nehmen.   Insbesondere auch auf Drängen der Hersteller von Supermarktschokoladen, die eher aus afrikanischem Kakao hergestellt werden (und diese sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil erhoffen) beschloss die EU deshalb Kadmium-​Grenzwerte für Kakaoprodukte, gültig ab Januar 2019. Seitdem darf eine 100-​Gramm-Tafel Bitterschokolade mit mehr als 50 Prozent Kakaogehalt maximal 0,08 Milligramm Kadmium enthalten.

Forscher der ETH-Zürich, aufgrund deren Forschungsergebnissen die Grenzwerte eingeführt wurden, finden jedoch, dass wegen Kadmium niemand auf den Verzehr von dunkler Schokolade verzichten muss. Das Schwermetall sei auch in Weizen, Spinat und Grünkohl enthalten. Zudem nehmen Raucher über den Tabakrauch nennenswerte Kadmium-​Mengen, bis zur Hälfte des von der WHO empfohlenen Toleranzwertes, auf. "Mit diesen Lebens-​ und Genussmitteln nehmen wir einen relevanten Teil der täglichen Kadmium-​Dosis auf, da liegt ein Stückchen dunkle Schokolade alleweil drin", sagte der ETH-​Professor. Menschen mit Eisenmangel und Vegetarier nehmen zudem vermehrt Kadmium auf.

Natürlich testen alle Hersteller auf eine mögliche Belastung. Nur wenn die Belastung unterhalb des zulässigen EU-weiten Grenzwertes liegt, darf der Schokoladenhersteller die Schokolade überhaupt auch verkaufen. Es geben derzeit jedoch wenige Chocolatiers explizit eine Kadmium-Belastung bzw. die Kadmiumfreiheit der Schokolade an. Wenn es für uns verfügbar ist, dass es sich bei einem Produkt um ausgewiesene kadmiumfreie Schokolade handelt, werden wir die Schokoladen hier auflisten.

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Kadmiumfreie Schokolade

Kadmiumfreie Schokolade bzw. die Kadmiumbelastung in Schokolade ist ein Problem natürlichen Ursprungs. Während die Masse des Kakaos zu "Konsumkakao bzw. Supermarktschokolade" verarbeitet wird und vorwiegend aus der Elfenbeinküste und Ghana stammt, kommt der "Edelkakao" überwiegend aus Südamerika. Edelkakao ist eine Begriffsbestimmung für eine Kakaosorte von sehr hochwertigem Aroma und Qualität. Diese wachsen nur in bestimmten Ländern, definiert im internationalen Kakaoabkommen. Konsumkakao aus Afrika ist von Kadmium wenig bis gar nicht betroffen, während es im Edelkakao aus Ländern wie Mexiko, Bolivien, Honduras Ecuador und Papua-Neuguinea, wie auch auf den Karibischen Inseln natürlich vorkommt.

"Grund dafür ist vulkanisches Gestein, und das ist die Ursache fürs Kadmium, weil Vulkangestein viel Kadmium hat, und die Kakaobohne, die auf solchem Gestein wächst", so Ursula Blum vom Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt in Fellbach. Eine Rolle spielt zudem, wie viel Ton und organisches Material ein Boden enthält. "Dieses wiederum bindet Kadmium. So ist es für die Pflanzen nicht mehr gut verfügbar."

Durch regelmäßigen Konsum von Bitterschokolade (mit hohem Kakaoanteil) könnten Konsumenten über Jahre beachtliche Mengen Kadmium zu sich nehmen.   Insbesondere auch auf Drängen der Hersteller von Supermarktschokoladen, die eher aus afrikanischem Kakao hergestellt werden (und diese sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil erhoffen) beschloss die EU deshalb Kadmium-​Grenzwerte für Kakaoprodukte, gültig ab Januar 2019. Seitdem darf eine 100-​Gramm-Tafel Bitterschokolade mit mehr als 50 Prozent Kakaogehalt maximal 0,08 Milligramm Kadmium enthalten.

Forscher der ETH-Zürich, aufgrund deren Forschungsergebnissen die Grenzwerte eingeführt wurden, finden jedoch, dass wegen Kadmium niemand auf den Verzehr von dunkler Schokolade verzichten muss. Das Schwermetall sei auch in Weizen, Spinat und Grünkohl enthalten. Zudem nehmen Raucher über den Tabakrauch nennenswerte Kadmium-​Mengen, bis zur Hälfte des von der WHO empfohlenen Toleranzwertes, auf. "Mit diesen Lebens-​ und Genussmitteln nehmen wir einen relevanten Teil der täglichen Kadmium-​Dosis auf, da liegt ein Stückchen dunkle Schokolade alleweil drin", sagte der ETH-​Professor. Menschen mit Eisenmangel und Vegetarier nehmen zudem vermehrt Kadmium auf.

Natürlich testen alle Hersteller auf eine mögliche Belastung. Nur wenn die Belastung unterhalb des zulässigen EU-weiten Grenzwertes liegt, darf der Schokoladenhersteller die Schokolade überhaupt auch verkaufen. Es geben derzeit jedoch wenige Chocolatiers explizit eine Kadmium-Belastung bzw. die Kadmiumfreiheit der Schokolade an. Wenn es für uns verfügbar ist, dass es sich bei einem Produkt um ausgewiesene kadmiumfreie Schokolade handelt, werden wir die Schokoladen hier auflisten.

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